Über uns

 

Alle Mütter aus unserer Gruppe verbindet vor allem eins: Wir haben per Kaiserschnitt unser(e) Kind(er), meist ungeplant, auf diese Welt bringen müssen. Nicht alle Frauen kommen mit einer Kaiserschnittentbindung im Nachhinein gut zurecht. Ganz egal, ob der Kaiserschnitt medizinisch notwendig oder von der Frau selbst gewünscht war, kann es in Folge dessen zu emotionalen Störungen bei der Mutter kommen, welche die Mutter und die Mutter-Kind-Beziehung belasten können. Diese Folgen werden in der Öffentlichkeit und im näheren Umfeld häufig nicht ernst genommen oder haben erst gar keinen Platz offen angesprochen zu werden. Die Mütter fühlen sich u. a. mit ihren Gedanken allein gelassen, sind enttäuscht über die Geburt und haben das Gefühl versagt zu haben. Dabei spielen auch die Betreuung durch Hebammen und Gynäkologen sowie Interventionen unter der Geburt eine bedeutende Rolle, wie sich die Mütter im Wochenbett und darüber hinaus fühlen.

In erster Linie tauschen wir uns untereinander aus, stehen uns bei und geben Tipps, um das Erlebte gut zu verarbeiten. Wir suchen nach gemeinsamen Wegen der Problembewältigung und werden in eigener Sache aktiv. Außerdem ist es uns wichtig, uns untereinander bei bevorstehenden erneuten Entbindungen zu ermutigen, aus eigener Kraft zu gebären, solange keine absoluten Indikationen dagegensprechen. Wir bestärken die Frauen darin, vorab und unter der Geburt deutlich den Kliniken zu kommunizieren, was gewünscht ist und was nicht.

In zweiter Linie treiben wir die Öffentlichkeitsarbeit voran, vor allem auch aufgrund der jährlich steigenden Kaiserschnittraten und um auf unsere Problematik und auf die möglichen Folgen eines Kaiserschnittes aufmerksam zu machen. Die Vertraulichkeit und Anonymität der Gruppenmitglieder sind jedoch zu jeder Zeit gewahrt. Wir korrespondieren und kooperieren mit Hebammen, Gynäkologen und Beratungsstellen.

Wir referieren über interessante Artikel, Filme, aktuelle Studien und laden fachkundige Gäste zu uns ein. Es besteht jederzeit die Möglichkeit die Kinder zum Treffen mitzubringen, damit u. a. auch stillende und alleinerziehende Mütter teilnehmen können. In unserer Gruppe befinden sich Mütter, bei welchen die Kaiserschnitte ein paar Monate, Jahre aber auch Jahrzehnte zurückliegen.

Unsere Selbsthilfegruppe wurde am 07.03.2014 gegründet.

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